Von R. Ecklin

Das CO2-Gesetz trieft vor Verboten, Verteuerungen und neuen Steuern. Dass dem Klimawandel mit Einzahlungen auf das Staatskonto beizukommen ist, ist illusorisch.

Die Grundlage des CO2-Gesetzes, so die Befürworter unentwegt, sei der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen und der damit einhergehende Erhalt unserer Lebensgrundlage. Nun sollte man ein Gesetz aber nach seiner Wirkung und nicht nach seiner Grundlage beurteilen. Die Konsequenzen dieses Gesetzes sind nämlich um einiges prosaischer als seine hochtrabende Grundlage. Die Folgen lassen sich in einem Satz zusammenfassen: Das Leben wird teurer – und zwar für alle.

Mehrausgaben lassen sich rechtfertigen, wenn ein Mehrertrag in Aussicht steht – doch dieser ist beim CO2-Gesetz nicht gegeben. Durch die Verteuerung des Wohnens, des Fahrens, des Fliegens und der alltäglichen Produkte wird die Kaufkraft der Leute massiv geschwächt. Je weniger Geld die Leute haben, desto tiefer rutschen Themen wie Klima, Umweltschutz, Abfalltrennung und Recycling auf ihrer persönlichen Prioritätenliste. Man erreicht das Gegenteil des Erhofften. Ausgerechnet dort, wo der Klimaschutz beginnt, nämlich beim Individuum, würgt man Eigenverantwortung und Bewusstsein für unseren Planeten ab, indem man sie an den Staat delegiert. Dem Klima wird so in keiner Weise geholfen.

Durch die Benzinpreiserhöhung wird der CO2-Ausstoss nicht gesenkt, sondern nur die Bürger schikaniert, die auf ihr Auto angewiesen sind. Und wer fliegen will, wird auch das weiterhin tun. Durch die Verteuerung von Erdgas und Heizöl werden lediglich die Wohnkosten der Schweizer Bevölkerung in die Höhe getrieben. Mieter bezahlen mehr für ihre Wohnungen, und Hauseigentümer werden durch das faktische Verbot von fossilen Heizungen ab 2023 zu unsinnigen Sanierungen gezwungen, die Zehntausende Franken kosten.

Insbesondere nach einer langen Coronazeit, die durch Verzicht, Lohneinbussen und massenhaften Stellenverlusten gezeichnet ist, dürfen Bürger und Gewerbe nicht mit zusätzlichen Abgaben geplagt werden.

Im Mittelalter zahlte man der Kirche Geld, um nach dem Tod erlöst zu werden. Heute soll man dem Staat Geld zahlen, damit er uns noch zu Lebzeiten vom Klimawandel erlöst. Kommende Generationen werden kopfschüttelnd und verständnislos über diesen Aberglauben urteilen. Zu Recht.

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